Rückblick Tourismustag

Blick auf ein grosse Publikum und eine Bühne mit einer Präsentation, wo gross "Schaffhauser Tourismustag" steht.

Wie verändert künstliche Intelligenz die Art, wie Gäste Inspiration suchen, Reisen planen und touristische Angebote finden? Und welche Rolle spielen persönliche Begegnungen und Emotionen in einer zunehmend digitalen Gästereise? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Schaffhauser Tourismustag 2026 am Dienstagnachmittag, 27. Oktober 2026. Über 120 Teilnehmende waren am Weiterbildungs- und Netzwerkanlass dabei.

Sichtbarkeit verändert sich

Jeremy Kunz, Marketing Manager und Dozent, zeigte in seinem Praxis-Impuls auf, wie künstliche Intelligenz die Gästereise und touristische Betriebe verändert. Eine zentrale Erkenntnis: Gäste suchen Informationen zunehmend anders. Statt einzelner Stichworte können sie ihre Wünsche gegenüber digitalen Assistenten ausführlich formulieren. Für touristische Betriebe stellt sich damit die Frage: Nicht nur, ob die eigene Webseite gefunden wird, sondern ob das eigene Angebot in Antworten von künstlicher Intelligenz überhaupt vorkommt.

Für Schaffhauserland Tourismus stehen deshalb insbesondere aktuelle Informationen, gute Datenqualität, verständliche Webseiten und klar strukturierte Inhalte im Fokus. Angebote, Öffnungszeiten und Leistungen müssen aktuell und verständlich beschrieben sein und das über mehrere Plattformen.
Gleichzeitig kann künstliche Intelligenz im Hintergrund Routinearbeiten vereinfachen und damit Ressourcen für den persönlichen Kontakt mit Gästen freispielen.

 

Was bleibt, wenn Technologie immer mehr kann?

Claudia Schmid von der EHL Hotelfachschule Passugg richtete den Blick auf die emotionale Seite der Gästereise. Ihr Praxis-Impuls beschäftigte sich mit der Frage, weshalb gewisse Erlebnisse besonders stark in Erinnerung bleiben und wie touristische Betriebe solche Momente bewusst gestalten können.

Damit zeigte der Tourismustag zwei Entwicklungen, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen, tatsächlich aber zusammengehören: Technologie kann Inspiration, Planung und Prozesse vereinfachen. Die persönliche Begegnung und besondere Erlebnisse geben einer Reise ihre emotionale Bedeutung.

 

Spitzensport als Perspektivenwechsel

Für einen Perspektivenwechsel zum Abschluss sorgte Lukas Britschgi. Im Gespräch mit Moderator Alex Blunschi schlug der Eiskunstläufer und Europameister 2025 die Brücke zwischen Spitzensport und Tourismus. Im Mittelpunkt standen Leistung, Emotionen und jene besonderen Momente, die langfristig in Erinnerung bleiben. Dabei zeigte sich auch: Während auf dem Eis der Mensch und seine Leistung im Zentrum stehen, kann künstliche Intelligenz abseits des Eises unterstützend eingesetzt werden. Mit Blick auf die bevorstehende Saison sprach Lukas Britschgi zudem über sein grosses Highlight, die Heim-EM in Lausanne im kommenden Januar.

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